Die gebietsfremde Ameisenart Tapinoma magnum, auch Große Drüsenameise genannt, ist nun auch in Emmendingen nachgewiesen worden. Nach Angaben der Stadt liegt bislang ein bestätigter Fund in Windenreute vor. Untersuchte Proben aus weiteren Ortschaften und Stadtteilen waren hingegen negativ.
Die Stadt koordiniert derzeit das weitere Vorgehen im Umgang mit der aus dem Mittelmeerraum stammenden Ameisenart. Tapinoma magnum bildet sogenannte Superkolonien, bei denen sich mehrere Ameisenvölker zu weit verzweigten unterirdischen Neststrukturen zusammenschließen. Dadurch kann sich die Art großflächig ausbreiten und ist nur schwer zu beseitigen. Einzelne Kolonien lassen sich in der Regel jedoch erfolgreich eindämmen, wenn sie frühzeitig erkannt werden.
Für eine wirksame Bekämpfung ist die Stadt auf die Unterstützung der Bürger angewiesen. Wer einen Verdacht auf das Vorkommen der Ameisenart hat, kann sich an die Stadtverwaltung wenden.
Wird ein Befall bestätigt, nimmt die Stadtverwaltung Kontakt mit den betroffenen Grundstückseigentümern auf und stimmt das weitere Vorgehen ab. Grundsätzlich sind private Flächeneigentümer selbst dafür verantwortlich, bei einem Befall geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Stadt prüft jedoch, wie sie dabei beratend unterstützen kann.
Ein wichtiger Baustein zur Eindämmung der Ameisenart ist die Vorbeugung. Besonders wichtig ist die regelmäßige Kontrolle von Pflanzen, da sich Nester häufig in Topfpflanzen, Pflanzenkübeln und im Wurzelballen befinden. Vor dem Einpflanzen, Umsetzen oder Weitergeben von Pflanzen sollten diese deshalb sorgfältig überprüft werden. So kann verhindert werden, dass sich die Ameisen unbemerkt in weitere Gebiete ausbreiten.
In Windenreute wird die Stadt in den kommenden Wochen bereits aktiv gegen die Ausbreitung von Tapinoma magnum vorgehen. Auf öffentlichen Flächen sollen gezielte Maßnahmen zur Eindämmung umgesetzt werden. Dazu gehört insbesondere die Behandlung betroffener Bereiche mit Heißwasser.
Weitere Informationen zu Maßnahmen, der Ameisenart und dem allgemeinen Vorgehen gibt es unter klima.emmendingen.de/umwelt-naturschutz/gebietsfremde-arten.
