Mit dem Beginn der diesjährigen Tigermückensaison weist das Gesundheitsamt Emmendingen auf die weitere Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke im Landkreis hin. Die Saison dürfte nach Einschätzung der Behörde voraussichtlich bis Oktober andauern.
Die Mücke breitet sich nach Angaben des Gesundheitsamts auch wegen klimatischer Veränderungen weiter aus. Neben der starken Belästigung durch ihr aggressives Stechverhalten sieht die Behörde auch ein gesundheitliches Risiko. So können durch Reiserückkehrer eingeschleppte Erreger wie Dengue- oder Chikungunya-Viren durch Tigermücken weiterverbreitet werden.
Im Mittelpunkt steht deshalb die Prävention vor Ort. Ziel sei es, Brutstätten zu vermeiden und die Ausbreitung der Tiere einzudämmen. Dafür setzt das Gesundheitsamt weiterhin auf Information und Sensibilisierung der Bevölkerung, etwa über die Homepage, lokale Social-Media-Angebote, das Amtsblatt und weitere Informationswege.
Besonders wichtig seien Hinweise zur Vermeidung und Bekämpfung von Brutstätten im eigenen Umfeld. Entsprechende Flyer des Landesgesundheitsamts stellt das Gesundheitsamt in kleiner Stückzahl zur Verfügung, vor allem für Interessierte oder Betroffene ohne digitalen Zugang. Eine digitale Broschüre zur Tigermücke ist ebenfalls verfügbar.
Seit 2024 ist Baden-Württemberg Mitglied der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS). Städte und Gemeinden können dort kostenfrei fachliche Beratung sowie Schulungen und Informationsveranstaltungen für Mitarbeitende oder Bürger in Anspruch nehmen. Verdächtige Mückenfunde können zudem kostenlos zur Bestimmung an die KABS eingesendet werden.
Das Gesundheitsamt Emmendingen erhält während der Saison in unregelmäßigen Abständen aktuelle Hinweise und Textbausteine der KABS und will diese über einen Tigermücken-Newsletter weiterleiten. Kommunen können sich bei Interesse bis spätestens 25. Juni 2026 anmelden.
Weiterführende Informationen gibt es beim Landesgesundheitsamt und bei der KABS.
