Elzach setzt mit ‚Roter Bank‘ ein Zeichen gegen häusliche Gewalt

In Elzach wurde kürzlich die ‚Rote Bank‘ eingeweiht, ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Bei einem Pressetermin informierten Vertreter aus Polizei, Kommune, Gewerbeverein und Beratungsstellen über die Bedeutung dieser Initiative und deren Umsetzung vor Ort.

Die ‚Rote Bank‘ steht international als Symbol gegen Gewalt an Frauen und soll Betroffene ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen sowie die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Bürgermeister Roland Tibi betonte die Verantwortung der Kommune, gesellschaftliche Themen sichtbar zu machen: ‚Die rote Bank ist nicht nur ein Mahnmal, sondern auch ein Aufruf zum Hinschauen und Handeln.‘ Tibi wies darauf hin, dass der Glaube, in Elzach finde keine häusliche Gewalt statt, falsch sei. Auch im ländlichen Raum erfahren überwiegend Frauen häusliche Gewalt.

Lisa Schneider, Leiterin des Polizeipostens Elzach, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit verschiedener Institutionen: ‚Gewaltprävention und Opferschutz funktionieren nur gemeinsam. Es ist wichtig, dass Betroffene wissen, dass sie nicht allein sind und Unterstützung finden.‘ Michael Meier vom Gewerbeverein hob hervor, dass die lokale Gemeinschaft eine Rolle bei der Schaffung von Aufmerksamkeit und Solidarität spielt: ‚Als Gewerbetreibende möchten wir unseren Beitrag leisten.‘

Frau Bruder, Ansprechpartnerin von FRIDA für betroffene Frauen, wies auf bestehende Hilfsangebote hin und ermutigte Betroffene, diese in Anspruch zu nehmen: ‚Es gibt Wege aus der Gewalt – und es gibt Menschen, die unterstützen.‘

Mit der ‚Roten Bank‘ setzt Elzach ein klares Zeichen für mehr Aufmerksamkeit, Solidarität und Zivilcourage im Umgang mit Gewalt gegen Frauen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Elzach

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