Mit dem heutigen offiziellen Spatenstich hat der Bund den Startschuss für den Neubau der Güterzugstrecke entlang der Autobahn zwischen Riegel und dem Markgräflerland gegeben — die sogenannte Güterumfahrung Freiburg. Der Landkreis Emmendingen begrüßt den Baubeginn ausdrücklich. Die neue Trasse soll den Güterzugverkehr aus den Ortschaften herausnehmen und an die Autobahn verlagern.
„Wir freuen uns sehr, dass es nun losgeht. Die Baumaßnahme führt zu einer spürbaren Entlastung unserer Innenstädte“, erklärte Landrat Hanno Hurth. Zugleich mahnte er jedoch: „Die neue Güterzugstrecke an der Autobahn im Norden darf nicht in Riegel enden. Sie muss zwingend weitergeführt werden bis nach Offenburg und dort in den geplanten Offenburger Tunnel münden. Nur so kann eine verlässliche Entlastung der gesamten Region vom Güterzugverkehr erreicht werden.“ Der Deutsche Bundestag habe dazu bereits 2016 entsprechende Beschlüsse gefasst — diese müssten nun konsequent umgesetzt und finanziell hinterlegt werden.
Von der Güterumfahrung profitieren im Landkreis Emmendingen vor allem die an der Rheintalbahn liegenden Kommunen Emmendingen, Denzlingen und Teningen, die künftig vom Güterzuglärm entlastet werden. Auch der Schienenpersonenverkehr dürfte profitieren: Die Verlagerung des Güterverkehrs auf die neue Trasse soll zur Stabilisierung der Fahrpläne beitragen — davon kann auch die Elztalbahn Nutzen ziehen, die zwischen Denzlingen und Freiburg ebenfalls auf der Rheintalbahn verkehrt.
