Mit dem neuen Rettungshubschrauber „Christoph Ortenau“ soll die Notfallversorgung auch im Landkreis Emmendingen weiter verbessert werden. Die neue Station in Lahr wurde am 17. April 2026 offiziell eingeweiht. Bereits seit dem 1. April ist der Hubschrauber im Einsatz und ergänzt die Luftrettung in der Region neben „Christoph 54“ aus Freiburg.
Nach Angaben des Landkreises trägt der zusätzliche Standort dazu bei, dass Patienten schon ab den ersten Minuten am Einsatzort bestmöglich versorgt werden können. Landrat Hanno Hurth begrüßte die neue Station als wichtigen Gewinn für die Region. Eine moderne und schnelle Notfallversorgung kenne keine Kreisgrenzen, betonte er. Von der Stationierung in Lahr profitierten neben der Ortenau auch der nördliche Breisgau und damit Teile des Landkreises Emmendingen.
Bei Einsätzen wird das jeweils am besten geeignete Rettungsmittel je nach aktuellem Standort alarmiert. Von Lahr aus sind vor allem der nördliche Landkreis Emmendingen und Freiamt besonders gut erreichbar. Die übrigen Bereiche des Landkreises werden weiterhin in erster Linie durch den Freiburger Rettungshubschrauber „Christoph 54“ abgedeckt. Anders als dieser verfügt „Christoph Ortenau“ jedoch nicht über eine Winde und ist deshalb nicht für Berg- oder Wasserrettung geeignet.
Seit der Aufnahme des Dienstbetriebs wurde die Besatzung von „Christoph Ortenau“ bereits rund 50 Mal alarmiert. Der Hubschrauber vom Typ Airbus H 145 B3 verfügt über zwei Triebwerke mit jeweils rund 1000 PS und erreicht Geschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde. Nach den Vorgaben soll die Besatzung tagsüber Einsatzorte in einem Umkreis von 60 Kilometern innerhalb von 15 Minuten erreichen. Neben Einsätzen bei Unfällen und Notfällen wird der Hubschrauber auch für schnelle und schonende Verlegungs- und Intensivtransporte zwischen Kliniken genutzt.
