Mit dem ersten eigenen Smartphone beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Für Eltern stellen sich jedoch oft schon lange vorher zahlreiche Fragen zur Bildschirmzeit, zu Regeln im Familienalltag und zu möglichen Risiken. In Emmendingen greifen die Schulen dieses Thema erneut auf und laden zu einem Medienelternabend ein.
Am Dienstag, 10. März 2026, findet um 18 Uhr in der Steinhalle die Veranstaltung „Mediennutzung – Gesund aufwachsen im digitalen Zeitalter“ statt. Es ist bereits die dritte Auflage des Formats. Organisiert wird der Abend von Lena Ruetz, geschäftsführende Schulleiterin der Emmendinger Grund-, Werkreal-, Real- und Sonderschulen, gemeinsam mit einem Team aus Kooperationspartnern. Das Interesse und die Rückmeldungen seien bislang durchweg positiv gewesen, zugleich bestehe weiterhin ein hoher Bedarf, so Ruetz.
Der Medienelternabend ist bewusst dialogorientiert angelegt und versteht sich nicht als reiner Vortrag. Polizeihauptkommissarin Christine Röther und Medienpädagogin Elisabeth Roth informieren über zentrale Aspekte der Medienprävention und stehen für Fragen zur Verfügung. Gezielte Pausen und ein offenes Ende sollen den Austausch untereinander fördern. Für die Bewirtung sorgen im Wechsel die Fördervereine der Schulen.
Die Einladungen gehen an Kindergärten, Schulen und Familienzentren. Auch Fachkräfte sind angesprochen, um gemeinsam mit Eltern ins Gespräch zu kommen. Als Beispiel für weiterführenden Austausch nennt Ruetz die Elterninitiative „Smarter Start ab 14“, die sich inzwischen auch in Emmendingen zu Stammtischen trifft und Eltern einen informellen Rahmen für Vernetzung bietet.
Der Medienelternabend ist Teil eines umfassenderen Elternbildungsangebots in Emmendingen, das von Schulen, Schulsozialarbeit, Familienzentren und der Stadt entwickelt wurde. Auch der Gesamtelternbeirat und das Kreismedienzentrum sind beteiligt. Ziel ist es, sich an den konkreten Bedürfnissen von Eltern zu orientieren und Themen wie Schutz vor sexualisierter Gewalt, Neurodiversität oder seelische Gesundheit aufzugreifen. Die Veranstalter möchten weitere Referenten und Sponsoren gewinnen, um das Angebot langfristig zu sichern und auszubauen. Finanziert wurden die bisherigen Veranstaltungen überwiegend durch Spenden des Vereins Gesprächsraum Schule Emmendingen sowie mit Unterstützung der Stadt.
Ein weiterer Termin ist bereits geplant. Am Dienstag, 28. April 2026, um 18:30 Uhr findet im Familienzentrum Bürkle Bleiche ein praktischer Elternworkshop unter dem Titel „Mein erstes Smartphone“ statt. Dabei geht es unter anderem um Sicherheitseinstellungen, Altersfreigaben und konkrete Fragen rund um das erste eigene Gerät. Der Workshop wird vom Kreismedienzentrum durchgeführt.
In Emmendingen ist man überzeugt, dass Medienerziehung nicht erst in der weiterführenden Schule beginnt. Ziel ist es, Eltern frühzeitig zu informieren und miteinander ins Gespräch zu bringen, bevor das erste Smartphone zur ersten großen Herausforderung wird.
