
Im Bürgersaal des Alten Rathauses in Emmendingen hat Oberbürgermeister Stefan Schlatterer am Mittwoch, 12. Februar, eine besondere Auszeichnung überreicht: Harry Enderle erhielt die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für sein jahrzehntelanges, außergewöhnliches Engagement.
In seiner Laudatio würdigte der Oberbürgermeister Enderle als Persönlichkeit, die sich selbst nie in den Mittelpunkt stelle – und gerade deshalb in besonderer Weise diese Ehrung verdiene. Über mehr als vier Jahrzehnte engagiert sich Enderle ehrenamtlich in der Schützengesellschaft von 1590 Emmendingen, dem ältesten Verein der Stadt. Vom Sportleiter über den zweiten Vorsitzenden bis hin zum Oberschützenmeister, ein Amt, das er seit 1996 ausübt, habe er den Verein geprägt.
Besonders hob Schlatterer Enderles großen Anteil an der baulichen und organisatorischen Weiterentwicklung des Schützenhauses hervor. Doch Enderles Engagement reiche weit über bauliche Maßnahmen hinaus: Ob Jugendarbeit, Meisterschaften, Standdienste bei Festen oder die Pflege der deutsch-französischen Freundschaft mit dem Schützenverein in Lingolsheim – stets habe er Verantwortung übernommen und Gemeinschaft gelebt. Auch die Öffnung des traditionsreichen Vereins in die Stadtgesellschaft hinein, etwa durch Ausstellungen historischer Schützenscheiben und Vereinsinsignien, sei maßgeblich auf seine Initiative zurückzuführen.
Im Anschluss an die Verleihung richtete auch Patrick Scheel, Präsident des Südbadischen Sportschützenverbandes, Worte der Anerkennung an den Geehrten und würdigte dessen Verdienste um das Schützenwesen in der Region.
Harry Enderle selbst würde eine solche Auszeichnung wohl nie beantragen, betonte Schlatterer. Umso größer war die Freude der Gäste über die verdiente Ehrung eines Mannes, der seit Jahrzehnten das Ehrenamt in Emmendingen mit Leben füllt.
